Arbeitsüberforderung kann für jeden intensiv sein. Hochsensible Menschen erreichen oft schneller eine hohe mentale Belastung als andere. Das liegt daran, dass wir die feineren Details und Komplexitäten von Aufgaben intensiver verarbeiten – ein Spiegel unserer sensorischen Verarbeitungsfähigkeiten und -gewohnheiten. Diese erhöhte Aufmerksamkeit ist zwar ein bemerkenswerter Vorteil, kann aber gelegentlich anspruchsvoll oder überwältigend wirken.
Deine scharfen Einsichten und deine besondere Perspektive sind im Arbeitsumfeld unbezahlbar. Diese Eigenschaften ermöglichen es dir, potenzielle Herausforderungen in Wachstums- und Innovationschancen zu verwandeln. Es kann jedoch hilfreich sein zu lernen, Aufgaben und Informationen zu priorisieren und zu organisieren, und nicht unbedingt die Vielzahl von Informationen zu erkunden, die uns unsere sensorischen Verarbeitungsfähigkeiten bieten, wenn diese Daten im Moment nicht benötigt werden.
Deine tiefe Empathie und Wahrnehmungsfähigkeit sind mächtige Werkzeuge, um Arbeitssituationen zu verstehen und darauf zu reagieren. Sie sind auch eine große Hilfe, auf deine eigenen Grenzen zu hören, um weitere Überforderung zu vermeiden.
Erkenne die Stärken in deiner Sensibilität, tritt einen Schritt zurück und geh mal spazieren?
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Umgang mit anstehenden Aufgaben
Wenn du in einer Situation bist, wo anstehende Aufgaben Stress verursachen, überleg dir folgenden Ansatz: Es gibt vier Möglichkeiten, mit einer Aufgabe umzugehen:
Sie jetzt erledigen,
sie später erledigen,
sie delegieren,
sie gar nicht erledigen.
Aufgaben, die du in wenigen Minuten erledigen kannst, machst du jetzt – nachdem du erstmal durchgeatmet hast.
Aufgaben, die mehr Zeit brauchen, kannst du terminieren und planen, um deinen Kopf davon zu befreien.
Aufgaben, die andere erledigen können, kannst du delegieren.
Aufgaben, die keinen großen Schaden anrichten, wenn sie nicht gemacht werden, kannst du ignorieren.
Sobald du dich darum gekümmert hast, jede Aufgabe in ihre Kategorie zu sortieren, wird dein Kopf viel klarer sein und du kannst schnell zu den nächsten Schritten übergehen.
Prioritäten setzen
Identifiziere die wichtigsten Aufgaben und liste alle Aufgaben auf, die dir im Kopf herumschwirren – nach Priorität geordnet. Nimm dir Zeit, die Liste bei Bedarf neu zu organisieren. Dann konzentrier deine Energie auf das oberste Element. Deine Detailaufmerksamkeit kann ein Vorteil sein, um zu bestimmen, welche Aufgaben sofortige Aufmerksamkeit brauchen und welche warten können. Das hilft beim Workload-Management und hält Überforderung in Schach.
Du kannst dir persönliche Ziele setzen, die auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind – zum Beispiel drei Aufgaben pro Tag zu schaffen.
Aufteilen
Fühlst du dich ängstlich oder überwältigt von einer Aufgabe, die du erledigen musst? Teil sie in kleinere, machbare Segmente auf. Dieser Ansatz kann entmutigende Aufgaben erreichbarer und weniger stressig machen. Er ermöglicht es dir auch, dich auf einen Aspekt nach dem anderen zu konzentrieren und sensorische und kognitive Überlastung zu reduzieren. Große Aufgaben in kleine Aufgaben zu unterteilen hilft beim Fokus-Management.
Finde deinen Flow
Deine fokussierte Zeit kann davon profitieren, in Fragmente unterteilt zu werden. Probier die Pomodoro-Technik: Arbeite 25 Minuten, dann mach 5 Minuten Pause. Wiederhole das 3 Mal und mach dann eine längere Pause von etwa 30 Minuten.
Diese Methode hilft dabei, den Fokus zu behalten und Burnout zu vermeiden. Du findest vielleicht einen anderen Rhythmus, der besser für dich funktioniert. Experimentiere und finde deinen Flow!
Respektiere deine Grenzen
Klare Grenzen zwischen Arbeitsleben und dem Rest können dir helfen, deine Balance zu halten. Du könntest zum Beispiel davon profitieren, klare Arbeitszeiten festzulegen. Indem du bestimmte Zeiten für fokussiertes Arbeiten widmest und sicherstellst, dass du dazwischen Ruhephasen hast, schaffst du eine Struktur für dein Wohlbefinden. Das Definieren von Arbeits- und Ruhezeiten hilft dabei, Burnout zu vermeiden und unterstützt das emotionale Wohlbefinden. Du kannst je nach Arbeitsbereich auch andere Arten von Grenzen setzen. Eine separate Telefonnummer für Arbeit und Freunde ist eine davon.
Such dir Unterstützung und Rat
Zögere nicht, Aufgaben zu delegieren oder zu teilen, wo es möglich ist, und hol dir Rat von anderen. Die Arbeitsbelastung zu teilen kann deine Last erleichtern, und Rat zu suchen kann neue Perspektiven und Lösungen bieten und den Stress des Allein-Problemlösens lindern.