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6 Einheiten40 Min.Einsteiger

Wenn alles zu viel ist: Deinen Überforderungs-Eimer lesen

Du gehst mit einer persönlichen Auslöser-Landkarte und einem benannten Mini-Schritt unter 2 Minuten für jede Art von Überlastung, die Du in Dir trägst.

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Markus Fordemann

Guide

Kein Zeitdruck. Lerne, wann es Dir passt.

Wenn alles zu viel ist: Deinen Überforderungs-Eimer lesen

Über diese Vertiefung

Du wirst die vier Ströme benennen können, die Deinen Überforderungs-Eimer füllen. Du erkennst in Echtzeit, wo Du gerade stehst, bevor der Eimer überläuft, und kannst eine bestimmte, benannte Übung passend zur Art der Belastung wählen, die gerade überfließt. Nach diesem Kurs hast Du eine einseitige Auslöser-Landkarte und ein hosentaschengroßes Erholungs-Menü, das Du an einem ganz gewöhnlichen Dienstag um 14 Uhr nutzen kannst.

Was Du lernen wirst

1Wenn alles zu viel wird: Wie Du Dein Überforderungs-Fass liest6 Einheiten

Du gehst mit einer persönlichen Auslöser-Karte und einer benannten Mini-Übung unter 2 Minuten für jede Art von Überlastung, die Du in Dir trägst.

  • Der 14-Uhr-Moment im Auto: Wie der Eimer funktioniertKostenlose Vorschau6m
  • Benenne Deine Trigger, bevor sie Dich benennen7m
  • Wie Dein Morgen den Abend vorbelastet6m
  • Ein Schritt pro Auslöser: Das Menü unter zwei Minuten8m
  • Was hängen geblieben ist: Deine eigenen Schritte benennen6m
  • Deine Trigger-Karte und Deine Recovery-Karte sind fertig7m

Kostenlose Vorschau

Lies eine Beispiel-Einheit, um zu sehen, ob diese Vertiefung das Richtige für Dich ist.

Der 14-Uhr-Moment im Auto: Wie der Eimer funktioniert

Es ist 14:14 Uhr an einem Dienstag. Du sitzt in Deinem Auto auf einem Parkplatz, der Motor ist aus, Deine Hand liegt noch am Schlüssel. Heute ist nichts Dramatisches passiert. Du hast E-Mails beantwortet. Du hattest ein normales Mittagessen. Du hast mit zwei Menschen gesprochen. Und trotzdem fühlt sich Deine Brust eng an, Dein Kiefer ist angespannt, und Du kannst kaum sagen, ob Du weinen oder einfach für eine Stunde die Augen schließen willst.

Wenn Du so einen Nachmittag schon erlebt hast und Dich darüber gewundert hast, ist Deine Reaktion völlig nachvollziehbar. Du hast den Tag nicht „verkackt". Ein Tag braucht kein dramatisches Ereignis, um Dich zu überschwemmen. Sensible Systeme sammeln auch die leiseren Dinge, und die summieren sich.

Stell Dir einen Eimer in Dir vor, in den den ganzen Tag vier kleine Hähne tropfen. Ein Hahn ist sinnlich: Lichter, Geräusche, Gerüche, Bildschirme, kratziger Stoff. Einer ist emotional: Deine Gefühle, plus die Stimmungen der Menschen um Dich herum. Einer ist gedanklich: Entscheidungen, Aufgabenwechsel, Anweisungen im Kopf behalten. Einer ist sozial: jedes kleine Lesen eines Gesichts, jede Antwort, die Du formuliert hast, bevor Du sie ausgesprochen hast. Bis 14 Uhr hat keiner dieser Hähne etwas Alarmierendes getan. Sie haben einfach weiter getropft. Der Eimer ist jetzt fast am Rand, und jede Kleinigkeit, eine SMS, ein flackerndes Licht, eine Frage von einer Kollegin, wird zu dem Tropfen, der ihn überlaufen lässt.

Hier ist der kleine Schritt, um den wir den ganzen Kurs herum aufbauen werden. Er heißt Eimer-Check und dauert etwa fünfzehn Sekunden. Probiere ihn jetzt aus, in Deinem Stuhl. Lege eine Hand flach auf Dein Brustbein, den Knochen in der Mitte Deiner Brust. Atme einmal ein und aus, ohne besondere Technik. Dann sag innerlich eines von drei Wörtern: voll, halb oder niedrig. Das ist alles. Du reparierst nichts. Du gibst Deinem Nervensystem eine Zahl, bevor es Dir einen Zusammenbruch gibt.

Das ist Schritt eins im Kursrahmen: Read / Match / Move (Lesen / Zuordnen / Bewegen). Read ist der Eimer-Check, den Du gerade gemacht hast. Match bedeutet zu benennen, welcher Hahn am stärksten tropft, sinnlich, emotional, gedanklich oder sozial. Move ist die eine kurze Übung, die zu diesem Strom passt. Im 14-Uhr-Auto-Moment springen die meisten Menschen direkt zu Move und versuchen es mit einem tiefen Atemzug, einem Snack, dem Handy. Der tiefe Atemzug ist okay, aber wenn Dein Eimer von gedanklicher Last voll ist, wird kein Atemzug ihn leeren. Du musst erst lesen, dann zuordnen, dann bewegen.

Merke jetzt: Hat es sich wie Erleichterung angefühlt, voll, halb oder niedrig zu sagen, oder hat es sich wie eine weitere Aufgabe angefühlt? Beide Reaktionen ergeben Sinn. Für manche sensiblen Menschen senkt eine Zahl die Lautstärke im Raum. Für andere fühlt sich das Wort selbst wie Anstrengung an, an einem Tag, der schon zu viel hat. Wir machen Platz für beides, während wir weitergehen.

In der nächsten Lektion, Benenne Deine Auslöser, bevor sie Dich benennen, beginnst Du Deine eigene einseitige Karte: die konkreten Tropfen, die Deinen Eimer am schnellsten füllen, jeder mit einem einzigen Wort beschriftet, nach dem Du greifen kannst, wenn „voll" das Einzige ist, was Du sagen kannst.

€24.00

Einmaliger Kauf. Für immer Deins. Geh in Deinem eigenen Tempo.

Verfügbar in der Sia App

Zuerst eine kostenlose Einheit lesen

6 Einheiten

Erstellt für hochsensible Menschen

Diese Vertiefung enthält

  • 6 Einheiten in 1 Kapiteln
  • 40 Minuten Inhalt
  • Lebenslanger Zugang
  • Lerne in Deinem eigenen Tempo